Franz Schubert - Seine Zeit und seine Lieder

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Beschreibung

Otto May

Franz Schubert - Seine Zeit und seine Lieder

Reihe: Kultur im Postkartenbild, Band 5

298 Seiten, 4-farbig, br., ISBN 978-3-88120-939-7, 32,80 Euro


Vor nunmehr 100 Jahren war der Name Franz Schubert in aller Munde. Grund dafür war das Singspiel „Das Dreimäderlhaus“, das bei den einfachen Menschen Beifallsstürme erntete, während es bei vielen Kunstkennern harsch kritisiert wurde. Man hatte aus dem fleißigen Musiker, der mehr als 600 Lieder vertonte, einen notorischen Wirtshausbesucher und ungeschickten Liebhaber gemacht. Dies hinderte die Postkartenindustrie nicht daran, die Produktion von Schubert-Karten auf ein Vielfaches zu steigern. Übertroffen wurde diese Ausgabenflut lediglich zum 100. Todestag des Künstlers 1928, als in Wien das Sängerbundesfest stattfand. Nimmt man die Blütezeit der Postkarte um 1900 dazu, so ergibt sich aus den Abbildungen ein umfangreiches Bild vom Leben Franz Schuberts, von seinen Werken und seiner Ausnutzung.


Zu dieser Reihe:

Ursprünglich wurde die Postkarte als billiger Nachrichtenträger eingeführt. Aber sie entwickelte sich im letzten Quartal des 19. Jahrhunderts zu einer Bildkarte, die die Bedeutung der privaten Mitteilung weit übersteigt. Sie zeigt Mentalitäten auf und wurde von der Propaganda ausgenutzt. Daneben verbreitete sie Bildzitate aus Kunst und Kultur in einem bis dahin noch nie gekannten Ausmaß. Man kann an der Verbreitung von Motiven erkennen, welche Dichter gerade beliebt waren und welche Personen im Mittelpunkt des kulturellen Interesses standen bzw. von den Herausgebern dorthin gestellt wurden. Umgekehrt kann man durch die Häufigkeit bestimmter Darstellungen auf die Rezeption der „kulturellen Größen“ schließen.